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Die Mechanik eines Grammophons ist das grundlegende Prinzip der Modernen Musikwiedergabe. Wie aber konnten die gespeicherten Klänge ohne elektrische Verstärkung zum Hörer gelangen? Und wo ist die Musik auf den Platten eigentlich genau gespeichert?

Klangspeicher Platte: In den Rillen verbirgt sich ein Mikrokosmos an Unebenheiten.
Das Geheimnis der mechanischen Plattenwiedergabe ist so einfach wie faszinierend: die Musikinformationen werden in die Wände der schneckenförmig verlaufenden Rille eingeprägt. Die Stahlnadel senkt sich tief in diese Rille hinab. Bei der Wiedergabe wird die Nadelspitze durch die Unebenheiten mechanisch abgelenkt - sie beginnt seitlich zu holpern. Dieses “Holpern” nimmt der angehängte Tonarm auf und überträgt es auf eine Membran. Das “Holpern” wird so zum “Schwingen”. Die schwingende Membran wird schließlich über einen Schalltrichter verstärkt. Im Prinzip hört man alles, was sich innerhalb der Rille so angesammelt hat: deshalb auch das Knistern und Kratzen - wenn die Nadel auch kleinste Staubpartikel erfasst.
Der Schall wird sogar über ein dünnes Papier verstärkt: wer schon einmal die Spitze einer Papierkante in die Rille einer laufenden Schallplatte gehalten hat, kann es hören!
(Bildnachweis: Wikimedia Commons)